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Jean-Baptiste Lully (1632-1687)

[IMSLP] [Wikipedia]

Jean-Baptiste Lullys Vorfahren väterlicherseits waren Bauern. Die Eltern bewohnten eine Stadtwohnung in Florenz. Nachdem ein Bruder und eine Schwester verstorben waren, verblieb Jean mit sieben Jahren das einziges Kind seiner Eltern. Er erhielt eine gute Ausbildung und Musikunterricht.
Anfang 1653 lernte er den jugendlichen Ludwig XIV kennen, und es entwickelte sich eine Freundschaft mit ihm. In dieser Zeit konnte er auch erste Erfolge als Komponist verzeichnen, und er gehörte nun dem inneren Kreis um den König an. Lully war auch mit Molière befreundet, und er steuerte Musik zu seinen Komödien bei.
Um 1685 zum Eklat, als öffentlich bekannt wurde, dass Lully eine Affäre mit einem Pagen hatte, hinzu kam seine Beteiligung an den Orgien der Herzöge von Orléans und Vendôme, er fiel beim König in Ungnade.
Lully war nun nicht mehr am Hof tätig, sondern in Paris.
Inzwischen war der König jedoch schwer erkrankt. Für die Feierlichkeiten zur Genesung ließ Lully sein Te Deum auf eigene Kosten aufführen – er wollte so die Gnade des Königs wieder erlangen. Man erzählt sich, dass Lully bei der Aufführung mit dem Taktstock seine Fußspitze traf. Es entwickelt sich eine Sepsis, an der Lully starb.
Das größte Verdienst Lullys liegt in der Begründung der französischen Nationaloper.


Chaconne aus der Oper "Roland" - PDF - Stimmensatz bei Nachfrage

Les Folies d’Espagne - PDF - Stimmensatz bei Nachfrage